Ein Wackelbild basiert auf der sogenannten Lentikulartechnik. Dabei werden mehrere Bilder so miteinander kombiniert, dass beim Kippen ein sichtbarer Wechsel oder eine Bewegung entsteht.
Wackelbilder wechseln das Bild, wenn sich der Betrachtungswinkel ändert. Das geschieht mithilfe der Kunststoffbeschichtung bzw. Lentikularfolie die mit sehr kleinen optischen Linsen versehen sind.
Grob zusammengefasst werden 2 Bilder in Streifen geschnitten. Diese Streifen werden abwechselnd vom 1. und 2. Bild nacheinander gelegt. Wird nun eine Lentikularfolie drübergelegt, sieht man dank den Minilinsen unter einem bestimmten Betrachtungswinkel nur die Streifen des 1. Bildes und unter einem anderen Betrachtungswinkel nur die Streifen des 2. Bildes. So entsteht der Effekt des Bildwechsels.
Für die Erstellung eines Wackelbildes mit Lentikulartechnik benötigst du mehrere Komponenten:
- 2 Bilder oder ein Video, aus dem du dein Wackelbild erstellen möchtest
- Fotopapier im Format 10 × 15 cm (am besten glänzend für maximale Schärfe). Normales Papier funktioniert hier nicht gut.
- Drucker mit hoher Auflösung (empfohlen: ab 600 DPI)
- Eine Lentikular Software zur Vorbereitung deiner Bilder. Du kannst unsere kostenlose Lentikular Software online benutzen
- Lentikularfolien, sie erzeugen den typischen Wackelbild-Effekt. Passende Lentikularfolien kaufen
- Ein Andrückroller (z. B. Gummirolle), um die Folie gleichmäßig und blasenfrei zu fixieren
- Schneidewerkzeug (z. B. Cutter), um die Lentikularfolie exakt auf die richtige Größe zuzuschneiden
1. Zwei Bilder oder ein Video auswählen
Wähle 2 Bilder oder ein Video aus, aus dem du dein Wackelbild erstellen möchtest.
Tipp: Bilder mit hoher Auflösung und guter Farbtiefe liefern das beste Ergebnis.
2. Lentikular Software benutzen
In unserer kostenlosen Lentikularsoftware kannst du dein Wackelbild online gestalten.
Lade deine Bilder hoch und wähle die passenden Einstellungen:
- Format: z. B. 10 × 15 cm oder je nach Folie
- Effekt: links/rechts oder oben/unten
- LPI passend zur Folie (z. B. 50 oder 75)
Klicke danach auf „Wackelbild ausdrucken“.
Wichtig: Die erzeugte Datei enthält Hilfslinien, diese sind korrekt und helfen dir beim späteren Aufkleben.
3. Wackelbild ausdrucken
Drucke dein Wackelbild immer auf glänzendem oder hochglänzendem Fotopapier – normales Papier ist dafür nicht geeignet.
Wähle in den Druckeinstellungen:
• hohe Druckqualität
• randlos drucken (sehr wichtig!)
• keine automatische Skalierung
Häufiger Fehler: Viele Drucker skalieren das Bild automatisch leicht. Dadurch passen später die Bildstreifen nicht mehr exakt zur Lentikularfolie (LPI) und der Wackeleffekt funktioniert nicht sauber.
4. Lentikularfolie anbringen
Ziehe die Klebefolie oben vorsichtig ein Stück ab. Richte nun den unteren Rand der Lentikularfolie exakt an den schwarz-weißen Hilfslinien deines ausgedruckten Wackelbildes aus, bis der Übergang sauber wirkt.
Drücke zuerst den oberen Bereich leicht fest. Danach kannst du die restliche Schutzfolie langsam abziehen und die Lentikularfolie Schritt für Schritt aufkleben.
Tipp: Verwende am besten einen Andrückroller, damit keine Luftblasen entstehen und die Folie sauber aufliegt.
5. Zuschneiden
Die Lentikularfolie ist bewusst etwas größer als dein Druck. So kannst du nach dem Aufkleben dein fertiges Wackelbild ganz sauber auf das gewünschte Endformat zuschneiden.
Tipp: Nutze dafür einen Cutter oder eine scharfe Schere, damit die Kanten sauber und professionell aussehen.
Fragen & Antworten
Für Einsteiger empfehlen wir unsere Lentikularfolien mit 50 LPI im Format 10 × 15 cm.
Diese Größe ist ideal, um die Lentikulartechnik kennenzulernen und erste eigene Wackelbilder zu erstellen. Du erhältst ein sehr gutes Ergebnis, ohne dass das Aufkleben zu kompliziert wird.
Gerade das Anbringen der Folie braucht etwas Übung, da die Ausrichtung exakt stimmen muss. Mit dem kleineren Format 10 × 15 cm lässt sich das deutlich einfacher trainieren als mit großen Folien.
Unser Tipp: Starte zuerst mit 50 LPI und dem Format 10 × 15 cm – so bekommst du schnell ein Gefühl für Druck, Ausrichtung und den perfekten Wackelbild-Effekt.
Nein, besonders am Anfang empfehlen wir, die Folie nicht sofort aufzukleben.
Solange die Druckereinstellungen noch nicht perfekt angepasst sind, ist es besser, die Lentikularfolie zuerst nur auf den Ausdruck aufzulegen und leicht mit den Händen anzudrücken.
Bewege dann deinen Kopf leicht nach oben und unten oder nach links und rechts, nicht das Bild selbst.
So kannst du bereits den Wackelbild-Effekt sehen und prüfen, ob das Motiv richtig gedruckt wurde.
Erst wenn der Effekt sauber funktioniert und die Ausrichtung stimmt, solltest du die Folie endgültig aufkleben.
Das spart Material, vermeidet Fehler und macht das Arbeiten mit Lentikularfolien deutlich einfacher.
Wenn du unsere Software für den Lentikulardruck nutzt, ist die heruntergeladene Datei bereits komplett druckfertig.
Du musst das Bild nicht zusätzlich in Photoshop, Canva oder einer anderen Software bearbeiten.
Die Datei ist bereits korrekt für den Lentikulardruck vorbereitet.
Wenn dein Ausdruck nach dem Drucken nicht zu den Linsen der Lentikularfolie passt, liegt das fast immer an den Druckereinstellungen oder an einer falschen LPI-Auswahl.
Wichtig ist:
In der Software muss das gleiche LPI ausgewählt werden wie bei deiner Lentikularfolie (Beispiel: 50 LPI Folie = in der Software ebenfalls 50 LPI auswählen)
Zusätzlich solltest du diese Druckeinstellungen prüfen:
- Randlos drucken aktivieren
- Keine Skalierung verwenden
- Fotopapier / Hochglanz auswählen
- Hohe Druckqualität einstellen
Häufige Ursachen für Probleme sind:
- automatische Skalierung durch den Drucker
- falsche Papierart
- kein randloser Druck
- niedrige Druckqualität
- falsches LPI in der Software
Schon kleine Abweichungen können dazu führen, dass der Wackelbild-Effekt nicht richtig funktioniert.
- Ihre LPI sollte richtig ausgewählt sein.
- Achten Sie darauf, dass das Wackelbild auf der in der Software eingestellten Größe ausgedruckt wird.
- Diese Papiergröße sollte beim Drucker ausgewählt werden.
- Wählen Sie in den Einstellungen auch den Fotodruck aus.
- Dann ist es wichtig, dass nicht über den Rand gedruckt wird. Diese Einstellung heißt oft "Erweiterungsumfang". Googlen Sie diese Einstellung auch für Ihren Drucker, falls Sie diese nicht finden.
- Und es soll randlos gedruckt werden.
Je größer das Bild, desto kleiner die LPI Zahl. Bei 7 x 12 cm, sollten 60 LPI oder 50 LPI gut klappen.
Ja, es ist möglich. Im Konfigurator ist die Option mit 30 x 21 cm praktisch A4. Auch haben wir Lentikular-Folien in A4 Größe zum Verkauf.
Das sind Hifslinien, sodass die Folie möglichst gerade angebracht werden kann. Nach dem Aufkleben kann man diesen Rand dann wegschneiden.
Das gesamte Bild das heraus kommt ist auf 4x6 Zoll Fotopapier ausgelegt. Die Folien sind sogar leicht größer, sodass man diese an das ausgedruckte Wackelbild gut anlegen kann.
Diese sind auf die vorher ausgewählte größe ausgelegt. Achte darauf, dass randlos und nicht über den Rand gedruckt wird. Außerdem sind es meistens nicht ganze 50 LPI, sondern haben einen leicht krummen Wert wie z.B. 49,71. Wir schicken die genauen Werte immer mit unseren Folien mit. Die benötigte Fotopapier-Größe steht auch noch mal im letzten Schritt beim Konfigurator.
600 DPI, sollten sie bestenfalls haben. Man kann aber beliebige Bilder benutzen, da diese einfach entsprechend skaliert werden.
Man kann CMYK und RGB benutzen.
Die Lentikularfolien sind zuschneidbar. Der Effekt geht nicht verloren. Ich empfehle einen Papierschneider mit Messerschneide. Dann erfolgt der Schnitt schnell und zieht die Folie nicht mit wie mit der Schere.
Ja das ist möglich. Natürlich hat man dann aber die Lücken dazwischen und es ist schwerer diese passend zu kleben, sodass der Flip-Effekt passt.
Sie können unsere kostenlose Lentikularsoftware Online benutzen.
Ihre LPI sollte 49,71 sein. Achten Sie darauf, dass das Wackelbild auf 4 x 6 Zoll Fotopapier ausgedruckt werden sollte. Diese Papiergröße sollte beim Drucker ausgewählt werden. Wählen Sie in den Einstellungen auch den Fotodruck aus. Dann ist es wichtig, dass nicht über den Rand gedruckt wird. Bei mir heißt diese Einstellung "Erweiterungsumfang". Googlen Sie diese Einstellung auch für Ihren Drucker, falls Sie diese nicht finden. Und es soll randlos gedruckt werden.
Sie können die Fotos benutzen, die Sie haben. Diese werden an die Formate angepasst.
Es wird vermutlich sehr schwer das so perfekt abgestimmt zu kleben. Aber im Prinzip würde das funktionieren. Das Kleben an sich erfordert auch etwas Übung. Falls du noch keine Erfahrung hast, bestelle kleine zum Üben (z.B. 60 LPI). Für dein großes Format würde ich die 40 LPI empfehlen.
Wie du evtl. bemerkt hast, stand auf dem Bild 49,73 LPI.
Das heißt es sind 49,73 Linsen pro Zoll. Dieser Wert ist nie genau 50.
Ein Zoll ist 25,4 mm. Das heißt die Linien müssten 25,4 / 49,73 = 0,51076mm sein. Da du dann 2 Bilder in einer Linie unterbringen musst (für das Wackelbild), müsste also ein Streifen 0,51076mm / 2 = 0,2554 mm sein. Also warst du sehr knapp dran.
Wenn du das mit unserer Software machst: https://software.magischekarten.com/software/
Dann musst du nur noch den LPI Wert eingeben.
Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen. Falls du weitere Fragen hast, frag mich gerne.
Nicht aufgeben! Du bist ganz nah dran! Den Effekt solltest du schon beim Dranhalten der Lentikularfolie sehen.
Zunächst, hier sieht man gut, wie man die Folie anbringen könnte:
https://www.youtube.com/shorts/e4gYyV5GVrw
Es liegt mit Sicherheit daran, dass das Bild zu groß oder klein gedruckt wird.
Das gesamte Bild, mit den Hilfslinien und dem weißen Rand muss auf 15,24 x 10,16 cm
bzw. 4 x 6 Zoll Fotopapier gedruckt werden. Orientier dich auch an dem beigelegten Bild, das mitgeschickt wurde.
Es könnte sein, dass über den Rand gedruckt wird. Das wird bei Druckern so gemacht, damit keine leeren (weiße) Ränder entstehen. Diese Druckeinstellung heißt "Erweiterungsumfang". Auch sollte ohne Rand gedruckt werden.
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